Der Wichteladventskalender hängt. Die ersten Pärchen für die Weihnachtszeit haben sich gefunden. Erste Verabredungen zum Schlittschuhlaufen wurden getroffen. Mutmaßungen über etwaige Kalenderinhalte wurde angestellt. Das weihnachtliche Dauergrinsen wurde von den meisten Menschen angestellt. Die ersten Lebkuchenpackungen sind schon wieder leer. Die Proben für das Weihnachtsmusical laufen auf Hochtouren. Alles in Allem kann man durchaus sagen, dass es doch schon ziemlich weihnachtlich hier und da zu geht. Ich bin zwar kein Fan von Weihnachten in dem Sinne, weil mir das irgendwie alles zu kitschig und fröhlich ist und da immer all gute Laune haben. Bäh. Was das an betrifft, bin ich ganz wie Mr. Darcy. Bloß keine Feierlichkeiten. Igittigitt.
Es weihnachtet
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Entschuldigung, sind sie die Wurst?
Vielleicht hat der ein oder andere schon mal was von belauscht.de gehört. Das ist eine Seite, die von vier Studenten gegründet wurde, welche in unregelmäßigen Abständen Dialoge veröffentlichen, die sie auf der Straße aufgeschnappt haben. Wenn man selbst skurrile Gespräche belauscht, kann man sie ebenfalls dort veröffentlichen. Und jetzt ist ein Buch erschienen, das den Titel „Entschuldigung, sind sie die Wurst?“ trägt. Das ganze hat mich irgendwie an „Imbissdeutsch für Fortgeschrittene“ erinnert, und es ist um genau zu sein noch schlimmer. Wer „Ich bin dann mal weg“ kennt, wiurd sich an Schnabbel&Gerd erinnert fühlen. Hier sind zwei Videos von „Was liest Du?“ mit Jürgen von der Lippe und Cordula Stratman. Die beiden lesen ein paar Dialoge mit verteilten Rollen, und machen ihre Sache unglaublich gut.
Ich seh es kommen…
An dieser Stelle hätte mich interessiert, was der Rest der Welt hierbei versteht. Es handelt sich um ein Lied von „La Roux“, das da heißt „Colourless Colour“ (farblose Farbe). Bitte kommentiert einfach, was ihr während der ersten Zeile versteht.
Nächste Woche (oder so) schreibe ich dann hin, was es wirklich heißt. Wer’s nicht erwarten kann:
Doppelklick auf das Video, in der Videobeschreibung steht der Text.
Jubiläum
Mpfl. Na toll. Da hat man einmal im Jahr Jubiläum, und verpennts. Ich bin ja soo schlau. Urgks.
Egal. Da kann man sich zwei Tage verspätet ja auch noch zu gratulieren, oder? Gehe heute jedenfalls zur Feier des Tages mit Mama zum Wise Guys Konzert. *freu*
Nein, nein, nein…
Was bei uns gerade so alles in der Klasse los ist, ist wirklich schwer zu beschreiben. Xenia will zum Schulleiter gehen, weil sie der Meinung ist, dass Lars* und Andrej* sich zu sehr über Fabian* lustig machen. Ich fand es eine zeitlang auch sehr extrem, wollte es schon als mobben bezeichnen – aber es scheint sich von alleine wieder gekört zu haben. Fabian* wird wieder intergiert, Ende gut – Alles gut. Alles gut? Xenia* scheint das nicht so zu sehen. Sie war gestern (angeblich) beim Schulleiter und hat mit unserer Klassenlehrerin und ihm mit ihrern Eltern gesprochen. Fragt sich nur wann, da sie gleich nach der Schule mit dem Bus nach Hause gefahren ist. Unsere Klasse ist bestimmt nicht unsozial, im Prinzip ist unser Klassenverhältnis sogar herzlich. Auch bei uns haben sich grüppchen gebildet von jeweils drei/vier Leuten. Aber wir grenzen andere Gruppen nicht aus. Klar, hin und wieder kommt man mal etwas weniger mit jemandem zurecht, aber es gibt niemanden in meiner Klasse, mit dem ich gar nicht zusammenarbeiten könnte. Eigentlich mag ich Xenia* sogar. Aber irgendwie… lügt sie ständig. „Ich habe seit sieben Jahren einen Anwalt.“ – Zur Erinnerung: Sie ist vierzehn. „Mein Urgroßvater war adelig und hatte ein Schloss. da lebt jetzt meine Urgroßoma, die ist 98.“ – Ähh, ja. Am Anfang des Schuljahres hatte sie ihre Wurzeln noch in Kasachstan. „Ich fechte, boxe und spiel Hockey. Nebenbei bin ich noch in der Kunstschule angemeldet und dann hab ich außerdem noch…“ – Okay, okay. Zeichnen kann sie wirklich extrem gut und ich glaube ihr auch, dass sie auf die Kunstschule geht und all das. Aber die ganzen Sportarten, woher will sie denn die Zeit nehmen???
Geburtstag
Ohh toll, jetzt darf ich mich schon ein Jahr lang als Teenager bezeichnen. Was ich in dem Jahr gemacht habe? Eine ganze Menge, und leider habe ich längst nicht alles aufgeschrieben, nicht so viel, wie ich mir vorgenommen hatte. [...Opa ruft an...] Aber das kann sich ja jetzt ändern. Pläne fürs neue Jahr? Hmm… 10 Kilo abnehmen =), mehr gute Noten, Aufnahmeprüfung an der LSP schaffen, ein besserer Mensch werden… Ach ne, wir ham ja noch nicht Neujahr, war ja erst Geburtstag. Mir kommt es trotzdem so vor, als wäre nächste Woche Weihnachten. Ich stricke seit den Herbstferien an sämtlichen Weihnachtsgeschenken, ich spiele in einem Weihnachtsmusicel mit, der alljährliche Klassenarbeitsmarathon hat begonnen – Das übliche eben. Das ist man immer wieder froh, wenn es vorbei ist, obwohl Weihnachten natürlich ein wunderschönes Fest ist. Nur diese „Bling-Bling-Hysterie“, also der reine Kommerz, der immer darum getrieben wird, ist nicht so mein Ding. Noch neun Tage, und ich kann Jubiläum feiern… *weehee*
Veröffentlicht in Feierlichkeiten, Gedanken, Leben, Spaß | Schlagworte: Geburtstag, Jahr, Teenager, Vosätze
Desiderata
Desiderata
Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hektik. Denke daran: Frieden findest Du in der Stille. Pflege gute Beziehungen zu Deinen Mitmenschen, versuche mit ihnen auszukommen, soweit es Dir möglich ist, ohne Dich selbst aufzugeben.
Was Du als wahr erkannt hast – sprich es offen und ehrlich und in ruhigen klaren Worten aus. Höre anderen zu, selbst wenn sie Dir dumm, langweilig und unwissend erscheinen. Ihr Schicksal hat sie so geformt wie sie sind.
Gehe den Lauten und Streitsüchtigen aus dem Weg. Sie verdrießen nur Deinen Sinn.
Wenn Du Dich mit anderen Menschen vergleichst, könntest Du eingebildet oder verdrießlich werden. Du kannst sicher sein: Es wird immer Menschen geben, die bedeutender sind als Du und auch solche, die weniger können.
Genieße, was Du erreicht hast. Begeistere Dich für die Pläne, die Du noch verwirklichen willst.
Arbeite an Deiner beruflichen Fortentwicklung und Entfaltung. Wie bescheiden Deine Arbeit auch sein mag, ein guter Beruf ist eine unschätzbare Mitgift für alle Wechselfälle des Lebens.
In geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die Welt ist voll List. Aber das soll Dich nicht blind dafür machen, dass es auch rechtschaffene Leute gibt. Viele Menschen streben nach höheren Zielen, und überall im Leben gibt es Helden.
Sei Du selbst. Heuchle weder Zuneigung, noch mache höhnische Bemerkungen über die Liebe. Ungeachtet der alltäglichen Trostlosigkeit und trotz vieler Enttäuschungen und mancher Verdrossenheit – die Liebe verdorrt nicht, sie wächst und wächst wie das Gras auf der Wiese.
Du wirst jeden Tag ein bisschen älter. Akzeptiere das dankbar. Und wenn es an der Zeit ist, lasse die Prioritäten der Jugend mit Würde hinter Dir. Die Jugend hat ihre Zeit, das Alter hat seine Zeit.
Erhalte Dir die Schärfe Deines Verstandes. Mit einem geschulten Geist bist Du gefeit, wenn Dich unerwartet ein Missgeschick trifft.
Belaste Dich nicht mit finsterem Grübeln. Viele Ängste keimen vor allem dann auf, wenn Du müde oder einsam bist.
Praktiziere eine zuträgliche Selbstdisziplin, aber gehe behutsam mit Dir um.
Genau wie die Bäume auf dem Feld und die Sterne am Himmel, so bist Du ein Geschöpf des Universums. Dein Schöpfer hat es für gut befunden, dass Du hier bist. Du hast deshalb ein Recht darauf. Ob Du es verstehst oder nicht: Das Universum entwickelt sich ganz gewiss so, wie es sein Architekt geplant hat.
Lebe deshalb in Frieden mit Gott, was auch immer er Dir bedeutet. Und was immer Deine Bemühungen, Sehnsüchte und Ziele im lärmenden Wirrwarr des Lebens seien – strebe nach innerer Harmonie. Trotz aller Enttäuschungen, trotz aller Plackereien und trotz aller zerronnenen Träume – es ist eine schöne Welt.
Sei froh und heiter. Setze alles daran, glücklich zu sein.
(Max Ehrmann, 1927)
Ich bin in der Immatrikulationsrede 2009 der Landsschule Pforta von Bernd Westermeyer (rector portensis) auf dieses Gedicht gestoßen und habe mich sofort verliebt. Wie schaffen es manche Menschen nur, Gefühle so klar auszudrücken und nebenbei auch noch Ratschläge mit auf den weg zu geben, dass manchen Normalsterblichen die Tränen kommen? Es ist wunderbar, obwohl es nur die Übersetzung von Günther W. Frank ist. Eigentlich müsste man es auswendig lernen um sich in jeder Sekunde des Alltags daran zu erinnern.
Schweinegrippe
Warum schieben es in letzter Zeit eigentlich alle Leute auf die Schweinegrippe? „Die Schweinegrippe ist ein geplanter Genozid“ – Jaja. Was ist eigentlich ein Genozid? Auch wenn meine Meinung bei dem Thema nicht zählt oder unqualifiziert ist – ich finde das Quatsch! Meine Biolehrerin sagt auch, „Die Schweinegrippe ansich ist es ja gar nicht. Im Prinzip ist es nur die Angst vor dem mutierten Virus aus der normalen Grippe und der richtigen Schweinegrippe!“ Denn die normale Grippe ist nicht zu unterschätzen! 20.000 Todesfälle jährlich – Wie viele haben wir bei der Schweinegrippe? 4? 5?
Ich mag Schweinchen trotzdem. Schweine müssen viel zu oft für Sämtliches herhalten – Schnitzel, Beleidigungen, Bürsten… Wieso muss denn ausgerechnet jetzt noch eine Pandemie dazukommen? Mir tun sie Leid. In der Bravo war erst neulich ein Poster mit vier niedlichen Mini-Schweinchen, die aus einem Halloweenkürbis herausschauten. Und die waren süß!
*Shocking*
„Die kleinen aber pikanten Schocks im Alltag kommen immer dann, wenn man nicht mit ihnen rechnet. Ein weiterer Erfahrungsbericht“:
Am Freitag vor den Herbstferien kommt auf einmal mitten in Chemie unser Schulleiter herein. Er grüßt kurz unsere Lehrerin (noch Referendarin) und sagt dann: „Jonathan*, schnapp deine Sachen und komm mit.“ Jonathan springt auf, man merkt ihm praktisch nichts an. Der Schulleiter geht zu unserer Lehrerin und flüstert – also, ich konnte es schon noch verstehen: „Bitte wundern sie sich nicht, wenn er nicht wieder zurück kommt.“ Zunächst verstand ich, „wenn er nie wieder zurück kommt“, und das scheint nach meinem jetzigen Informationsstand wahrscheinlicher.
Sobald der Schulleiter aus der Tür raus ist, sieht uns unsere Lehrerin mit großen Augen an und meint: „Wisst ihr was er gemacht hat?“ Janines* Kommentar: „Ach, der hat bestimmt wieder irgendwas Illegales runtergeladen…“ „Wieder?!“ Der Rest der Klasse gibt sich verunsichert, erstes Tuscheln kommt auf. Unsere Lehrerin lässt uns anschließend in Stationsarbeit verschiedene Experimente ausführen und schnell macht die Runde, was keiner erwartet hat. Angeblich hat Jonathan* eine Softgun mit in die Schule genommen und damit auf einen Schüler aus der Parallelklasse gezielt, wenn nicht sogar geschossen. Ich dachte eigentlich immer, dass dieser Schüler sein bester Freund sei. Jedenfalls haben jetzt alle so ihre Bedenken, ob er denn nach den Herbstferien wiederkommt, da er wie gesagt schon mal gegen die Schulordnung verstoßen hat, in dem er „Ballerspiele“ auf einem Schulcomputer installiert hat. In den acht Stunden, die wir an diesem Tag noch hatten, wurde das Thema noch häufig diskutiert, man erzählte was man wusste und hörte Neues. Ein gefundenes Fressen und eine ziemlich schockierende Abwechslung im Schulalltag, so kurz vor den Ferien.
Und jetzt heißt es noch eine Woche warten, bis man mehr weiß… Und natürlich Bioolympiaden lösen.
*Namen geändert
Klatsch
So, jeden der sich das antun will: Bitte. Aber ich denke, ich sollte dem Sinn dieses Blogs einmal nachkommen und erzählen, was wirklich in der Schule los ist.
Heute kam Xenia* erst zur dritten Stunde, sah ziemlich verquollen aus. Nachdem sie gestern eine fünf in Bio auf ihre mündliche Leistung bekommen hat, von der sie behauptete es sei eine drei, dachten wir alle, sie käme deswegen nicht. Fast pünktlich zur dritten Stunde erschien sie dann, mit der Geschichte, sie hätte bis um sieben Uhr an ihrem Plakat gearbeitet, wäre dann eingeschlafen und ihr kleiner Bruder (2 Jahre) hätte sie dann erst geweckt. Gut, sie sah wirklich ziemlich verschlafen aus. Vielleicht hat sie aber auch einfach nur VERschlafen. Mal ehrlich – wer arbeitet denn schon bis um sieben an so einem Plakat? Also ich finde die Story mehr als unglaubwürdig. Zumal sie noch ganz andere Sachen erzählt…
Xenia* ist dieses Jahr bei uns genauso neu in der Klasse wie Tim*. Und hat sich genauso einen schlechten Ruf eingehandelt, wie Tim* von Anfang an hatte. Wer gibt denn schon damit an, dass er ein Angeber ist? Er benimmt sich wie das letzte A********, und denkt dann, alle Mädels fänden ihn cool. Absolut. Ich frag mich manchmal, was Gott bei der Verteilung des Egos unter den Menschen falsch gemacht hat. Jedenfalls gibt es Gerüchte, dass er, eigentlich vom Sportgymnasium kommend, nicht ganz freiwillig bei uns ist. Angeblich ist er nämlich von Sportgymnasium geflogen, weil er keinen Bock mehr hatte, zum Training, bzw. Unterricht zu gehen. Und wenn man die Fragen kennt, die er in Mathe stellt, wundert einen da auch nichts mehr. Fragt sich nur, wie lange er bei uns durchhält…
Seit Tim* aber da ist, wird Fabian* von unseren Jungs ziemlich dumm gemacht. Sie bezeichnen ihn als „Suchtie“, weil er nur Crossfire (kein Plan, was das ist) spielt und nichts anderes mehr macht. Könnte hinkommen – aber sie gehen eindeutig zu weit. Jemanden 4 Stunden später immernoch mit einer fünf aufzuziehen, ist mies. Aber so richtig. Jane* ist ja mittlerweile der Meinung, wenn sie so weitermachen, wird Fabian* zum Selbstmordattentäter und läuft Amok. Aber ich glaube es ehrlich gesagt nicht. Fabian* ist nicht der Typ dafür. Das war’s für heute. Mal schauen, was demnächst wieder getrascht werden kann. Den Ruf als Klatschtante hab ich eh schon seit zwei Jahren weg
*Namen geändert